Sonntag, 30. September 2018 um 20 Uhr im Maurerhansl in der Johannisstraße 7 in Diessen

Noah Cohen – Jerusalem:

Bilder, Geschichten, Anekdoten

© Noah Cohen
© Noah Cohen

 

Die Altstadt von Jerusalem besteht aus vier Vierteln, einem jüdischen, einem muslimischen, einem christlichen und einem armenischen. Über allem thront der Tempelberg mit den Heiligtümern Felsendom und El Aksa Moschee, wo die Muslime beten, darunter die Klagemauer, wo die Juden beten. Jeder Stein hat eine Geschichte, jede archäologische Ausgrabung kann eine alte religiöse Bombe zünden. Spannung ist da Normalität. Trotzdem leben die Menschen überwiegend friedlich zusammen.

Noah Cohen ist Israeli, er stammt aus Tel Aviv und lebt seit dreißig Jahren am Ammersee. Und seit dreißig Jahren fährt er regelmäßig nach Jerusalem, um die Stadt und ihre Menschen zu erkunden und zu fotografieren. So entstanden Porträts von Menschen, die diese Stadt prägen und von ihr geprägt wurden. Auf engem Raum tut sich eine Vielfalt der Lebensformen auf: israelische Moderne mit viel Grün, hippe Cafés und lebendige Kunstszene neben dem engen Straßengewirr des Bazaars, winzige Geschäfte, meterdicke Mauern, Gewürze in Säcken, Kaffeerösterei, Schneider und Friseur dicht an dicht. Gleich daneben- jüdisches Leben in Mea Shearim,  jahrhundertealte Tracht, Nachrichtenübermittlung per Plakatanschlag an Häuserwänden. In der Grabeskirche sind die unterschiedlichen, teils zerstrittenen christlichen Sektionen vereint: römisch-katholisch, griechisch-orthodox, armenisch-apostolisch, syrisch-orthodox, koptisch und äthiopisch-orthodox. Gesichter und Gegensätze, flüchtige Momente, Geschichten von gestern und heute.

 Noah Cohen stammt aus Tel Aviv und lebt seit dreißig Jahren am Ammersee.

© Noah Cohen
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